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ich bin nicht gerade ein obst-fan. aber wegen der kids treibe ich mich brav in der ost-und gemüseabteilung des hiesigen supermarktes herum und kaufe äpfel, bananen und was die saison gerade so hergibt.
und ich stelle fest, die saison hat gerade nicht viel zu bieten.
da meine söhnchen aber nicht auf vitamine verzichten sollen, lasse ich mich manchmal widerstrebend auf die zweifelhaften verlockungen südländischer (und möglicherwiese nicht sehr ökologisch angebauter) früchte ein, die da einladend herumliegen.
ich gebe zu, einige davon kenne ich überhaupt nicht. und ich habe festgestellt, dass mir viele auch nicht besonders schmecken, deswegen verzichte ich gern auf sie.
beim heutigen einkauf nun erspähte niklas eine netz- (oder galia- oder zucker-)melone: mich optisch nicht sehr ansprechend, aber auf meine söhnchen offensichtlich sehr eindrucks- oder eventuell auch geheimnisvoll wirkend:
"mama, was ist das?"
"eine netzmelone!" (immerhin, das wusste ich sogar!)
"mama, bitte kauf das!"
ich gab niklas und numbel zu bedenken, dass diese ominöse exotische frucht evtl. nicht schmecken könnte.
und dass mama- wie letztens bei den von niklas inbrünstig erbetenen ("mama, ich esse die wirklich!") grapefruits dann alles selbst essen müsse, was sie aber nicht wolle.
aber meine söhnchen hatten appetit auf tropische netzmelone.
ich fragte also die frau neben mir, ob sie wüsste, wie netzmelonen schmecken. (ich lasse mich ja gern mal beraten)
ihre antwort: "süss. also MIR schmecken sie!"
dieses argument überzeugte mich ebenso wie das gelbe preisschild, was die frucht unserer wahl als sonderangebot auswies. ("so billig bekomm ich die so schnell nicht mehr!", meldeten sich die schnäppchenrezeptoren in meinem gehirn).
und ich kaufte die seltsame, grüne kugel.
am abendbrottisch konnte niklas kaum erwarten, dass ich die melone aufschnitt.
numbel schnupperte gleich daran und sein kommentar war "BÄH!"
unser jüngster würde also nicht davon essen!
niklas kostete das erste rosige fruchtstück und schaute nicht sehr begeistert drein.
nach dem zweiten stück stellte er fest, es würde ihm doch "zu exotisch" schmecken und der dritte happen war definitiv sein letzter.
man ahnt es chon, wer nun die schöne, exotische, vitaminreiche netzmelone essen muss.
resigniert wickelte ich die frucht in frischhaltefolie und packte sie in den kühlschrank.
ich hätte es doch wissen müssen: glaube deinem kind nie, wenn es dir in der supermärktlichen obstabteilung beteuert, dass es die netzmelone (oder ananas, oder grapefruit, oder mango...) wirklich essen wird, wenn du selbst obst nicht besonders magst!
aber wie heisst es so schön: versuch macht klug. wenigstens für ein paar wochen, bis die nächste tropenfrucht meinem kind ins auge sticht ;-)
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