Wednesday, 18. may 2011 3 18 /05 /Mai /2011 00:08

ja, mein braunes haar ist schon lang nicht mehr NUR braun.

in den vergangenen jahren übertünchte ich dies immer rechtzeitig mit diversen chemischen mittelchen, die man sich da auf den kopf pappt.

nach einer halben stunde einwirkzeit schaut man -je nach derzeitigem allgemeinbefinden- zwei bis zehn jahre jünger aus. mindestens!

 

aber irgendwie hatte sich mein augenmerk in der letzten zeit vom schnöden äusseren auf andere, wichtigere dinge gelenkt. die pein, die früher ein einzelnes weisses haar auszulösen vermochte, wandelte sich nun in ein müdes lächeln, wenn ich mich im spiegel betrachtete. ich wage es kaum zu schreiben: ich gefiel mir neuerdings meistens auch so!

 

warum muss man eigentlich krampfhaft verstecken, was man eben auf natürliche weise im laufe des lebens mitbekommt? das man langsam altert (wenn man in meinem zarten alter von unter vierzig auch noch nicht direkt vom "altern" sprechen muss, wie mich eine trend-schlagzeile kürzlich belehrte: der look der frau um die 37 ist total "in" !) ist doch nicht tragisch. vielmehr...es ist schlichtweg normal.

 

nun, man hat als frau im berufsleben in einer jungen dynamischen firma wohl aber ein gewisses verlangen, auch jung und dynamisch rüberzukommen, wenn man mit notebook unterm arm zur besprechung kommt.

ich beschloss also letzten mittwoch, mal wieder eine verjüngerungskur meines haarschopfes vorzunehmen.

gesagt, getan: zwei packungen pure chemie mussten es schon sein bei meiner haarlänge.

dann die leidige wartezeit... abspülen...frottieren... spiegelgucken: tataaaa- moni ist wieder anfang dreissig. oder ende zwanzig?

ich musste gestehen, ein bissel farbe dann und wann tut gar nicht so ungut ;-)

 

ob das sich auch numbels häschen dachte??? 

kürzlich erhielten meine beiden sohnemänner von einer lieben bekannten nämlich zwei identische osterhäschen. lebensgross, kuschelig und einfach nett waren sie die ersten plüschtiere, die niklas und numbel  wirklich richtig mochten und mit denen sie längere zeit (und seitdem immer wieder) spielten.

 

doch bei zwei völlig gleichen hasen gibst es immer wieder streit, wenn ein kind seinen eigenen hasen gerade irgendwo liegenlassen hat und versucht, das kuschetier des bruders zu kidnappen und als eigenes auszugeben.

ich fühlte mich des öfteren wie könig salomo, der entscheiden sollte, welcher mutter kind da vor ihm lag.

mein weiser richterspruch lautete: kennzeichenpflicht!

ich markierte niklas häschen an dezenter stelle mit einem winzigen grünen kreuz. verwechselung seitdem ausgeschlossen!

 

aber numbel war noch nicht zufrieden. wenn markieren, dann auch richtig, dachte er sich wohl.

am nächsten morgen ertappte ich mein söhnchen, wie es am kindertisch stand, neben ihm lag ein geöffnter, giftgrüner dicker filzstift. und in numbels arm lag ein häschen mit krasser grüner tätowierung übers ganze gesicht und am hals.

ja, nun erkannte man numbels häschen schon von weitem!

allerdings, ob es die farbe auch hat jünger aussehen lassen, konnte ich nicht bestätigen...

 

nachtrag: zum glück liebt numbel sein häschen auch mit tattoo :-)

von monimami - veröffentlicht in: Leben - Community: Wege des Lebens
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