Sunday, 28. august 2011 7 28 /08 /Aug. /2011 23:25

seit seinem sechsten geburtstag bekommt niklas nun taschengeld.

schon lang hatte er es sich gewünscht, aber mama moni fand bisher immer, dass ein fünfjähriger sohn noch kein geld zu haben braucht.

seit dem geburtstag ist es nun anders: schon am tag danach verwies mich mein söhnchen auf meine versprechungen, dass er nun taschengeld beziehen könne.

 

zähneknirschend begab ich mich zu meinem geldbeutel, um ein goldenes 50-cent-stück daraus hervorzuholen.

(als taschengeldunerfahrene mutter hatte ich im vorfeld in elternratgebern nachgeforscht, was ein kind in welchem alter von seinen eltern erwarten dürfe. und 50 cent pro woche waren zwar nicht gerade üppig, jedoch wohl noch angemessen für einen sechsjährigen lausbuben) und überreichte es unserem sprössling, der sein guthaben zunächst einmal in einer -eigens dafür gerbeigeholten-  spardose deponierte.

 

 kaum hatte mein söhnchen allerdings seinen ersten frei verfügbaren finanziellen besitz angehäuft, gingen die fragen los:

"kann ich dafür schon so einen LEGO-bagger kaufen, den wir dem toni zum geburtstag geschenkt haben??" 

"nein, niklas, der LEGO-bagger hat fast zehn euro gekostet. dafür musst du noch viele wochen taschengeld bekommen und sparen!"

 

als ich schnell im kopf nachrechnete, wie viele wochen ein kind taschengeld sparen muss, um auf zehn euro zu kommen, was nicht sehr schwierig war:  10 euro / 0,5 euro= 20 (!!) wochen, kam mir das allerdings etwas viel vor.

20 wochen eisern sparen- das arme kind! ich fühlte mich gleich etwas lausig.

oder sind zehn euro für einen LEGO-bagger vielleicht zu teuer?

oder sind 50 cent taschengeld einfach zu wenig?

 

ich beschloss, zukünftig das taschengeld durch durch gelegentliches honorieren von besonders fleissigen aktionen unseres ältesten aufzubessern. schon fühlte ich mich wieder etwas besser.

 

aber niklas murrte nicht -zwanzig wochen zu sparen konnte er sich wohl nicht so recht vorstellen-  und das thema taschengeld ruhte für eine woche-bis zu nächsten zahltag.

und  das geld wurde bisher nicht angerührt- bis zum letzen einkauf im supermarkt.

an der kasse lagerten kitschige, müllige plastik-eier, die kleine buben mit bunten bildchen zum kauf lockten.

und niklas liess sich locken.

 

all mein reden über plastikmüll, umweltbewusstsein und geldverschwendung nützten nichts- niklas bestand darauf, von seinem taschengeld solch ein ei zu erstehen.

da kinder nun über ihr taschengeld frei verfügen können sollen (so las ich es im erziehungsratgeber) , solang sie damit nicht in gefahr kämen, gab ich klein bei und sohnemann tätigte seinen ersten privatkauf.

 

bleibt abschliessend zu bemerken, dass:

 

1. niklas nach auspacken und begutachten seines (fehl)kaufes feststellte, dass er zukünftig doch lieber auf seinen LEGO-bagger sparen will

2. dann numbel -etwas neidisch geworden durch die neu erworbene, fantastische kaufkraft seines grossen bruders- erwog, auch taschengeld zu verlangen, was aber von seiner mama gnadenlos bis zu seinem sechsten geburtstag in zwei jahren vertagt wurde ;-)

3. morgen ist wieder zahltag ...

 

 

von monimami - veröffentlicht in: Kinder - Community: Wege des Lebens
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Monday, 8. august 2011 1 08 /08 /Aug. /2011 00:09

mal wieder wurde alles zum besten gelenkt, als ich letzten donnerstag meine fahrt zu einem meeting mit vertretern eines grossen deutschen autoherstellers fahren musste.

nach einer ziemlich wirren abfolge von telefonaten mit in frage kommenden babysittern, ungewissen stunden , mehreren google-maps-aufrufen und etlichen sorgenvollen gebeten kam am mittwoch dann die perfekte lösung zu stande:

 

morgens bis mittags die kids zu unseren nachbarn (haus oberhalb von uns) , ab mittags würde die nachbarin "von unterhalb" die kids übernehmen, bis ich am späten nachmittag irgendwann wiederkomme,

babysitterproblem gelöst!

 

und nun war alles ganz einfach: moni konnte unter diesen umständen bei einem kollegen mitfahren und musste sich nicht selbst durchkämpfen.

autobahnfahrangst-problem gelöst!

 

bleibt zu berichten, dass der donnerstägliche meeting-tag für mich wichtig, interessant und gar nicht stressig wurde.

und  dass meine kids bei den nachbarn einen schönen ersten ferientag erleben durften.

 

ich sag nur: gott sei dank :-)

von monimami - veröffentlicht in: moni und ihr glaube - Community: Wege des Lebens
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Monday, 1. august 2011 1 01 /08 /Aug. /2011 23:39

die ferien haben begonnen- und ehe es auch im hause moni (hoffentlich) etwas ruhiger zugehen wird und ich (hoffentlich) zwischen den pflichten (arbeit-wenn auch weniger, haushalt, etc....) etwas mehr zeit für die "kür" finden werde (gemütliche zeit mit den kids, mal etwas länger ausschlafen und bloggen inbegriffen) gehts nochmal voll los diese woche.

 

obwohl der kindergarten mitte der woche schliesst, darf moni am donnerstag zu einer besprechung mit kunden wegen ihres neuen projekts eine grössere autofahrt antreten- in "unbekanntes gebiet".

 

und moni hasenfuss, die sich vor autobahnfahrten  und auch vor fahrten durch grössere städte (mehrspurige fahrbahnen!) und werksgelände grosser autofirmen fürchtet, versucht zudem krampfhaft, eine mehrstündige kinderbetreuung für donnerstag zu organisieren, um alles irgendwie in griff zu bekommen. denn: kneifen ist nicht! (bei autobahnphobien und unbetreuten kindern haben meine kollegen übrigens stets gute ratschläge parat, sie finden das halb so schlimm- nur ich "stelle mich eben an"...)

fazit: ich könnte mir höchstens ein bein brechen oder eine blutvergiftung anlachen- das wären plausible argumente für ein fernbleiben ;-)

 

wen wunderts, dass gerade in diesen tagen wieder mal der psalm 23 ziemlich weit oben auf meiner "hitliste" steht?

warum fürchte ich mich eigentlich trotzdem, wo ich doch einen guten hirten habe???

eigentlich ist mir ganz tief in meinem herzen klar, dass ich hinterher wieder lachen kann, weil mein gott mir auch diesmal auf seine besondere weise helfen wird.  aber vorher erstmal bissle jammern- so ist moni eben ;-)

 

jedenfalls sind mir dabei zwei schöne, aussergewöhnliche versionen von psalm 23 untergekommen,die ich gern "weitergeben" möchte...

 

 

 

 

 

 

von monimami - veröffentlicht in: moni und ihr glaube - Community: Wege des Lebens
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Monday, 13. june 2011 1 13 /06 /Juni /2011 00:03

heute vormittag, die kids spielten im garten. ich wustelte im hause herum und nutzte die zeit, um hurtig etwas ordnung zu machen. leider gestaltete sich das etwas schwierig, denn im gefühlten 5-minuten-rhythmus klopfte es an die terrassentür und eines der kids begehrte mich zu sprechen:

 

numbel, der wasser für seine giesskanne brauchte...

niklas, der mir zeigen wollte was er aus gras und blumen gebastelt hatte...

numbel, der mir selbst geformte klösse aus sand anbot...

niklas, der mir stolz eine selbst gefangene spinne präsentierte...

 

irgendwie nervte das die ordnungswillige hausfrau, die doch nur ein wenig ruhe wollte um das chaos in küche und kinderzimmern zu bändigen.

 

nach einiger zeit klopfte es erneut, numbel stand vor der tür und wollte hereingelassen werden.

 

auch das noch, ich war noch gar nicht mit aufräumen fertig! meine laune hob das jedenfalls nicht gerade.

 

mein blick fiel auf numbels sandverkrustete hände und ich schickte meinen sohnemann zur wiese, um dort den gröbsten sand im gras abzuwischen.

numbel tat nicht dergleichen, stand auf der terrasse herum. ich wiederholte meine bitte, aber im schärferen ton, um dann nach dem weiterem nichtbefolgen in eine meckertirade zu verfallen.

 

wärend ich mein dann söhnchen mit ins haus nahm , meckerte und nölte ich über sandige finger, schlammverschmierte spielhosen, über den dreck der sich daraus auf den boden verteilen würde. ich kommandierte numbel erst zum händewaschen und dann zum nasse-sachen-ausziehen .

danach setzte ich mein söhnchen in den sessel und stampfte missmutig brabbelnd davon, um trockene, saubere anziehsachen zu holen.

 

als ich wenig später mit hose und pulli zum sessel kam, sass dort mein kleiner junge, schaute mich zerknirscht an und fragte unsicher: "hast du mich lieb?"

 

ich war wie vom donner gerührt- diese leise gesprochenen worte lösten einen ansturm der gefühle in mir aus.

 

es war das erste mal , dass mich eines meiner SO kinder fragte, ob ich es lieb habe! (numbel hatte es noch nie getan, bei niklas war es bisher auch selten und auf eine andere art)

ich war erstaunt und gerührt!

 

warum hatte mich numbel das gefragt?

ich hatte ihm durch mein launisches verhalten und mein gemecker derat verunsichert, dass er an meiner liebe zweifelte!

ich schämte mich vor mir selbst!

 

"NATÜRLICH  liebe ich dich!"  ich umarmte meinen kleinen numbel, all mein groll und meine genervtheit waren dahin.

ich knuddelte meine kleinen liebling, bis er wieder lachen konnte und erklärte ihm, dass mamas manchmal schimpfen (müssen), ihre kinder aber trozdem lieb haben. immer!

 

ja, diese sache gab mir heute schon zu denken.

 

ich las kürzlich in einem buch (von ross campbell), dass tatsächlich viele kinder an der liebe ihrer eltern zweifeln würden, weil ihnen die eltern nicht das gefühl bedingungsloser liebe gäben.

kaum zu glauben, wo doch die meisten eltern ihre kinder über alles lieben !

aber...das passiert vielleicht anderen eltern, aber mir nicht... dachte ich bis gestern.

 

heute bin ich dann selbst in diese falle getappt, die uns im alltagsstress so häufig begegnet: vor lauter arbeit, hektik, eigenen problemen und bedürfnissen vergisst man manchmal, liebevoll und geduldig mit denen zu sein, die unsere liebe und geduld  am meisten brauchen. aber meistens bemerkt man es nicht einmal.

bis ein leises stimmchen fragt: hast du mich lieb?

 

von monimami - veröffentlicht in: Kinder - Community: Wege des Lebens
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Wednesday, 18. may 2011 3 18 /05 /Mai /2011 00:08

ja, mein braunes haar ist schon lang nicht mehr NUR braun.

in den vergangenen jahren übertünchte ich dies immer rechtzeitig mit diversen chemischen mittelchen, die man sich da auf den kopf pappt.

nach einer halben stunde einwirkzeit schaut man -je nach derzeitigem allgemeinbefinden- zwei bis zehn jahre jünger aus. mindestens!

 

aber irgendwie hatte sich mein augenmerk in der letzten zeit vom schnöden äusseren auf andere, wichtigere dinge gelenkt. die pein, die früher ein einzelnes weisses haar auszulösen vermochte, wandelte sich nun in ein müdes lächeln, wenn ich mich im spiegel betrachtete. ich wage es kaum zu schreiben: ich gefiel mir neuerdings meistens auch so!

 

warum muss man eigentlich krampfhaft verstecken, was man eben auf natürliche weise im laufe des lebens mitbekommt? das man langsam altert (wenn man in meinem zarten alter von unter vierzig auch noch nicht direkt vom "altern" sprechen muss, wie mich eine trend-schlagzeile kürzlich belehrte: der look der frau um die 37 ist total "in" !) ist doch nicht tragisch. vielmehr...es ist schlichtweg normal.

 

nun, man hat als frau im berufsleben in einer jungen dynamischen firma wohl aber ein gewisses verlangen, auch jung und dynamisch rüberzukommen, wenn man mit notebook unterm arm zur besprechung kommt.

ich beschloss also letzten mittwoch, mal wieder eine verjüngerungskur meines haarschopfes vorzunehmen.

gesagt, getan: zwei packungen pure chemie mussten es schon sein bei meiner haarlänge.

dann die leidige wartezeit... abspülen...frottieren... spiegelgucken: tataaaa- moni ist wieder anfang dreissig. oder ende zwanzig?

ich musste gestehen, ein bissel farbe dann und wann tut gar nicht so ungut ;-)

 

ob das sich auch numbels häschen dachte??? 

kürzlich erhielten meine beiden sohnemänner von einer lieben bekannten nämlich zwei identische osterhäschen. lebensgross, kuschelig und einfach nett waren sie die ersten plüschtiere, die niklas und numbel  wirklich richtig mochten und mit denen sie längere zeit (und seitdem immer wieder) spielten.

 

doch bei zwei völlig gleichen hasen gibst es immer wieder streit, wenn ein kind seinen eigenen hasen gerade irgendwo liegenlassen hat und versucht, das kuschetier des bruders zu kidnappen und als eigenes auszugeben.

ich fühlte mich des öfteren wie könig salomo, der entscheiden sollte, welcher mutter kind da vor ihm lag.

mein weiser richterspruch lautete: kennzeichenpflicht!

ich markierte niklas häschen an dezenter stelle mit einem winzigen grünen kreuz. verwechselung seitdem ausgeschlossen!

 

aber numbel war noch nicht zufrieden. wenn markieren, dann auch richtig, dachte er sich wohl.

am nächsten morgen ertappte ich mein söhnchen, wie es am kindertisch stand, neben ihm lag ein geöffnter, giftgrüner dicker filzstift. und in numbels arm lag ein häschen mit krasser grüner tätowierung übers ganze gesicht und am hals.

ja, nun erkannte man numbels häschen schon von weitem!

allerdings, ob es die farbe auch hat jünger aussehen lassen, konnte ich nicht bestätigen...

 

nachtrag: zum glück liebt numbel sein häschen auch mit tattoo :-)

von monimami - veröffentlicht in: Leben - Community: Wege des Lebens
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