Donnerstag, 22. juli 2010
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22:35
liebe leser, ich lebe tatsächlich noch!
nur leider bin ich derweil ein wenig im stress, weil der start in mein neues arbeits-projekt doch etwas schwierig und auch zeitaufwändig ist. aber ich bin guter hoffnung, dass sich nach dem
wochenende alles wieder eingependelt hat , ich mich im projekt gut genug auskenne und alles wieder gelassener angehen und frei gewordene graue zellen zu angenehmeren dingen wie dem bloggen nutzen
kann.
nichtsdestotrotz will ich natürlich auch jetzt die gelegenheit nutzen und ein paar momente aus dem hause moni mit euch teilen:
was stress mit uns macht
an tagen, wo es besonders stressig zugeht und ich zum fehlenden schlaf auch noch den "leistungsdruck" von der arbeit zu spüren bekomme, (letzterer hämmert mir stets ein: "du musst deinen job gut
machen!" ), dann muss zuweilen leider auch der rest der familie darunter leiden:
moni verwandelt sich dann manchmal in eine nörgelnde, ungeduldige meckerzicken-mama.
eine meckerzickenmama wie sie im buche steht, die moni eigentlich überhaupt nicht sein will.
an solch einem unglücklichen tag hatte ich also schon mindestens gefühlte hundertmal niklas geschimpft, weil er entweder bummelte, nicht richtig aufpasste oder unsinn machte.
gerade hatte ich ihn ins bad zum hände waschen geschickt. und als niklas wiederkam, war an den hände immer noch die seife und eine menge schmutz. wiedermal war niklas beim waschen nicht richtig
bei der sache gewesen!
und obwohl ich es eigentlich besser wissen müsste, platzte mir der kragen und eine schimpf-tirade prasselte auf meinen fünfjährigen sohnemann herab, der damit sichtlich überfordert war.
und plötzlich begann niklas zu weinen und sagte unter tränen zu mir "in zwei wochen ziehe ich hier aus! wenn du weiter so schimpfst, gehe ich von hier weg!"
das sass! wie habe ich mich plötzlich geschämt!
dass ich mein eigenes unbehagen einfach an die kinder weitergebe, die gar nichts dafür können.
da mutiert man zu einer völlig doofen meckerzicke, nur weil man selbst mit dem ganzen druck nicht richtig fertig wird. es ist zum k****n!
ich habe mein weinendes kind ganz fest in den arm genommen und getröstet. und ihm versprochen, nicht mehr so viel wegen kleinigkeiten zu schimpfen. und ich hoffe von herzen, dass ich mein
versprechen einhalten kann.
geschenkt
wie war das nochmal mit dem glauben? dass gott für uns sorgt, wenn wir ihm nur vertrauen? immer wieder merke ich an kleinen und grösseren erlebnissen, dass es stimmt:
mein kleiderschrank ist zwar gefüllt, aber mittlerweile nicht mehr mit besonders guten sachen. viele dinge sind zu oft getragen und gewaschen, taugen nicht mehr dafür, im büro getragen zu werden.
doch mein job führt mich neuerdings des öfteren zu besprechungen mit kunden, da kann ich nicht im bequemen mama-pulli erscheinen.
ich musste der tatsache ins auge sehen: demnächst sind ein paar neue oberteile fällig. jaja, das sind wieder extra-kosten, aber es nützt ja nix...
heute spazierte ich mitd en kids die strasse entlang, da kam eine nachbarin auf mich zu, mit der ich sonst eigentlich nicht viel zu tun habe.
sie habe ihren kleiderschrank "entrümpelt" und ein paar wirklich gute teile aussortiert, die ihr zu eng seien und die ihr leid täten, sie einfach in dei kleidersammlung zu geben. und ob ich nicht
einmal schauen möchte, ob ich etwas davon brauchen kann.
nun, ich als praktisch veranlagter mensch, sagte also "warum nicht!" und schon ging es mit meinen beiden söhnchen ins nachbarshaus, zum kleider anprobieren...
nach wenigen minuten konnte ich mich stolze besitzerin von zwei schönen, wirklich geschmackvollen blusen nennen, die gut ins büro passen. und auch noch einen schönen rock und ein "kleines
schwarzes" und eine sommerhose habe ich mir bei der anprobe herausgesucht.
und alles kostete mich keinen cent- nur ein fröhliches "dankeschön!" :-)